Gesund glückliche Sonnenstunden genießen

Mit 1,8 m² Oberfläche ist die Haut das größte Organ des Menschen. Die Haut hat eine Vielzahl von lebenswichtigen Aufgaben, bietet Schutz vor Kälte, Hitze und Strahlung, gegenüber mechanischen und chemischen Einwirkungen, vor dem Eindringen von Mikroorganismen und vor dem Verlust von Wasser und Wärme. Zudem ist die Haut unser größtes Sinnesorgan. Mit ihr können wir tasten, Schmerz empfinden und Temperaturschwankungen wahrnehmen.

Wir brauchen Sonne, aber nicht zu viel!

Sonne auf der Haut tut gut. Worauf man jedoch immer verzichten sollte, sind schmerzhafte Erfahrungen mit der Sonne. Jeder kennt einen Sonnenbrand: Die Haut ist gerötet, heiß, brennt, verlangt nach Kühlung und schält sich schließlich.

Verantwortlich für die schädliche Wirkung der Sonne ist die im Sonnenlicht enthaltene ultraviolette Strahlung (UV-Strahlung). Von Bedeutung sind die langwellige UVA- und die mittelwellige UVB-Strahlung, während die kurzwellige UVC-Strahlung von der Ozonschicht absorbiert wird und die Erde somit kaum erreicht. UVA-Strahlen dringen tief in die Haut ein, vermindern die Hautelastizität, führen zu vermehrter Faltenbildung und den sog. Altersflecken. UVB-Strahlen sind für die Hautbräunung und auch für die Sonnenbrände verantwortlich.

Gefahren durch Sonnenlicht sind

  • Sonnenbrand
  • Bindehautentzündung
  • Hautalterung (Photoaging)
  • Grauer Star (Katarakt), Hornhautschäden
  • Sonnenallergien
  • Weißer Hautkrebs
  • Schwarzer Hautkrebs

Seit mehreren Jahrzehnten nimmt die Hautkrebsrate zu. Eine der wesentlichen Ursachen ist die übermäßige und intensive Sonneneinstrahlung bei Arbeiten als auch beim sonstigen Aufenthalt im Freien.

Wie schützt man sich vor den Gefahren der Sonne?

Die Haut hat eine Eigenschutzzeit, in der sie sich selbst vor dem Sonnenlicht schützen kann, diese hängt ab vom Hauttyp. Man unterscheidet vier Hauttypen:

Typ 1: sehr helle Haut, blaue Augen, rötliche Haare, kaum Bräunung, rasch Sonnenbrand, Eigenschutzzeit beträgt 5–10 Minuten

Typ 2: blonde Haare, blaue, graue oder grüne Augen, geringe Bräunung, leicht Sonnenbrand, Eigenschutzzeit beträgt 10–20 Minuten

Typ 3: dunkelblonde oder braune Haare, graue oder braune Augen, schnelle Bräunung, gelegentlich Sonnenbrand, Eigenschutzzeit beträgt 20–30 Minuten

Typ 4: dunkle oder braune Haare, braune Augen, schnelle Bräunung, selten Sonnenbrand, Eigenschutzzeit beträgt bis 40 Minuten

Sonnenschutzmittel verlängern die Eigenschutzzeit der Haut. Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie viel länger man sich mit einem Sonnenschutzmittel der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, als dies mit der jeweils individuellen Eigenschutzzeit möglich wäre. Schutzdauer = LSF x Eigenschutzzeit. Die Schutzdauer ist nicht verlängerbar, Nachcremen verlängert die Schutzdauer nicht.

Die wichtigsten Sonnenschutz-Tipps sind:

  • Besonders in der Mittagszeit Sonnenexposition vermeiden.
  • Bei Aufenthalt in der Sonne den Körper durch Kleidung und Sonnenschutzmittel schützen.
  • Sonnenschutzmittel mit dem Lichtschutzfaktor wählen, der Ihrem Hauttyp entspricht.
  • Augen durch Sonnenbrille mit UVA- und UVB-Filter vor UV-Licht schützen – achten Sie auf das CE-Zertifikat!
  • Das Tragen einer Kopfbedeckung schützt vor Sonnenstich.
  • Wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören, sollten regelmäßige Melanomscreenings beim Hautarzt durchgeführt werden.

Zu den Risikogruppen zählen insbesondere Menschen, die hellhäutig sind, die zahlreiche Pigmentmerkmale aufweisen, die angeborene Pigmentmale haben, in deren Familie schon Hautkrebsfälle aufgetreten sind, die schon selbst Hautkrebs hatten oder massive Sonnenbrände als Kind oder Jugendlicher erlitten haben. Das Um und Auf für die Prognose von Hautkrebs ist die Frage, wie früh die bösartige Entwicklung erkannt wird. Frühzeitig erkannter Hautkrebs ist heilbar!